Nachhaltige Anlagen - Vermögen sinnvoll und weitsichtig anlegen

Nachhaltige Anlagen - Vermögen sinnvoll und weitsichtig anlegen

Wirtschaftliche, gesellschaftliche und umweltbezogene Kriterien spielen für Anleger eine zunehmend wichtige Rolle, ebenso wie die Förderung von Zukunfts­technologien. Immer mehr Anleger wollen heute nachvollziehen können, welche Wirkung eine Anlage auf die Volkswirtschaft, die Gesellschaft und die Umwelt ent­faltet. Zudem wollen sie verstehen, ob und wie ihre Anlageportfolios für die Zukunft gerüstet sind. Der Finanzsektor und somit auch der Schweizer Finanzplatz sind also gefordert. 

Ungebrochenes Wachstum nachhaltiger Anlagen
Für viele Konsumenten nimmt Nachhaltigkeit bereits einen hohen Stellenwert bei den täglichen Kaufentscheidungen ein, indem sie beispielsweise Lieferanten lokaler Produkte bevorzugen oder auf anerkannte Zertifizierungen (z. B. «Fairtrade») achten. Nun setzen sich zunehmend die Erkenntnis und das Bewusstsein durch, dass sie auch beim Thema Geldanlage darauf achten sollten.

Nachhaltige Anlagen erfreuen sich bereits grosser Beliebtheit bei Schweizer Anlegern. Anlagestrategien, bei denen Kriterien wie Umwelt (Environment), Soziales und gute Unternehmensführung (Corporate Governance), kurz «ESG», bei der Geldanlage berücksichtigt werden, verzeichnen exponentielle Wachstumsraten, wie Daten von Swiss Sustainable Finance zeigen. Aktuell sind in der Schweiz CHF 1,163 Mrd. nachhaltig investiert, was rund einem Drittel der lokal verwalteten Vermögen entspricht.

Grafik Nachhaltige Anlagen

Unüberhörbare Triebkräfte
Eine wichtige Triebkraft nachhaltiger Geldanlagen ist neben der persönlichen Überzeugung auch die hitzig geführte Klimaschutzdebatte. Über weltweite Massenproteste, wie z. B. «Fridays for Future (FFF)», wird gefordert, dass die globale Erwärmung gemäss dem Pariser Klimaabkommen auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt wird. 

Die Gesellschaft hat erkannt, dass sich dies nur bewerkstelligen lässt, wenn wir Vermögen mit Wirkung und Fokus auf zukunftsorientierte Technologien allozieren. Das bekommt auch der Schweizer Finanzplatz verstärkt zu spüren: Protestbewegungen fordern etwa von den Schweizer Grossbanken, dass sie ihre Finanzierungen für Unternehmen, die mit Kohle, Gas und Öl arbeiten, reduzieren. 

Neue Regulierungen
Neue Vorschriften, insbesondere aus der Europäischen Union (EU), verstärken zudem den Einfluss auf nachhaltige Anlagen. Der EU-Aktionsplan dürfte den europäischen Finanzsektor und damit auch den Finanzplatz Schweiz in den nächsten Jahren mit erhöhtem Tempo in Richtung Nachhaltigkeit bewegen. Europa soll zum Katalysator globaler Investitionen in umweltfreundliche Wirtschaftspraktiken und Technologien gemacht werden. 

Auch Schweizer Marktteilnehmer orientieren sich an den sich abzeichnenden EU-Gesetzesvorlagen: So haben der Schweizer Bundesrat, der Wirtschaftsverband economiesuisse und die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) die Chancen eines nachhaltigen Finanzsektors in der Schweiz bekräftigt. Der Schweizer Bundesrat will die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, die es dem Finanzplatz Schweiz erlauben werden, im Bereich nachhaltiger Finanzen wettbewerbsfähig zu sein. Die SBVg geht sogar noch einen Schritt weiter und möchte die Schweiz zu einem international führenden Drehkreuz für nachhaltiges Anlegen entwickeln.

Formen nachhaltiger Anlagen
Nachhaltig anlegen kann man heute in alle gängigen Anlageklassen wie Aktien, Obligationen, Realwerte und tief korrelierte Anlagen. Auch integrieren immer mehr Produkte wie Anlagefonds, ETFs und strukturierte Produkte einen nachhaltigen Ansatz. Es gilt jedoch diese genauer unter die Lupe zu nehmen, denn nicht überall, wo Nachhaltigkeit draufsteht, ist auch Nachhaltigkeit drin:

1. Ansatz: Ausschluss
Bei nachhaltigen Anlagen werden Aktien von Unternehmen, die z. B. Geld mit Kohle, Öl, Tabak, Glücksspiel, Waffen oder Alkohol verdienen, ausgeschlossen. Hierbei spricht man von «Ausschlusskriterien». Der Ausschlussansatz bezieht sich auf die bewusste Herausnahme von Branchen, Geschäftstätigkeiten oder Produkten aus einem Anlageportfolio aufgrund bestimmter Werte, ethischer Grundsätze oder Prinzipien. Hierbei können auch finanzielle Überlegungen eine Rolle spielen: Wenn davon auszugehen ist, dass eine Branche aufgrund einer bestehenden Kontroverse erhebliche Wertverluste hinnehmen muss, kann ein Anlageverzicht in diese Branche aus finanzieller Sicht sinnvoll erscheinen.

2. Ansatz: «Best-in-Class»
Die Auswahl vergleichsweise verantwortlich wirtschaftender Unternehmen steht im Fokus des «Best-in-Class»-Ansatzes. Ziel ist es, innerhalb der einzelnen Branchen diejenigen Unternehmen zu ermitteln, die sich in besonderer Weise den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung stellen. Dazu werden die Unternehmen nach einer Vielzahl von Kriterien bewertet, die sich auf alle Bereiche des unternehmerischen Handelns beziehen. Da jedoch beim Best-in-Class-Ansatz grundsätzlich erst ­einmal alle Branchen – vielleicht mit Ausnahme der Rüstungs­industrie – betrachtet werden, gibt es auch bei diesem Ansatz Kritik. Ein zentraler Vorwurf lautet ­beispielsweise, was denn der umweltverträglichste Automobilhersteller nütze, wenn das Produkt per se nicht umweltverträglich ist.

3. Ansatz: Thematisches Anlegen
Thematisches Anlegen bedeutet, dass Investitionen in Unternehmen erfolgen, die Megatrends wie Digitalisierung, Ressourcenknappheit, Klimawandel oder Mobilität prägen. Dabei verfolgt man das Ziel, Unternehmen herauszufiltern, die mit ihren Geschäftsmodellen die globalen Herausforderungen adressieren und letztlich finanziell von solchen Änderungen profitieren.

4. Ansatz: ESG
Die heute geläufigste Methodik ist der ESG-Ansatz. Hierbei bilden die Kriterien Umwelt (Environment), Soziales und gute Unternehmensführung (Corporate Governance), einen integralen Bestandteil des Anlage­prozesses der Finanz­analysten.

Obige Ansätze lassen sich auch beliebig kombinieren. Zum Beispiel die Anwendung eines ESG-Filters mit einer Reihe von Ausschlusskritieren. 

Performance nachhaltiger Anlagen
Wer Geld «sauber» anlegt, verzichtet nicht auf Rendite; das Vorurteil vieler Investoren und Vermögensberater, Nachhaltigkeit gehe auf Kosten der Rendite, hält sich hartnäckig. Studien belegen aber, dass nachhaltige Geldanlagen mindestens genauso gut abschneiden wie herkömmliche Anlageformen:

In der Grafik werden klassische Marktindizes mit nachhaltigen Indizes von MSCI verglichen. Neben der marktkonformen oder besseren Rendite, die sich Anleger von nachhaltigen Investitionen versprechen dürfen, winkt ihnen ausserdem ein zusätzlicher Nutzen: Sie erzielen mit ihren Anlagen eine positive Wirkung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Grafik Performance Vergleich.png
 

Vermögen sinnvoll und weitsichtig anlegen

Modul «Aktien Global Impact»

Investieren Sie mit uns in eine nachhaltige Zukunft: Mit unserem Akzentmodul «Aktien Global Impact», das Teil unserer innovativen Modularen Anlagelösung ist, gehen wir auf die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden im Bereich nachhaltiger Anlagen ein. Bei der Verwaltung des Akzentmoduls «Aktien Global Impact» setzen wir auf die Expertise der Globalance Bank. Das auf Zukunftsthemen spezialisierte Unternehmen mit Sitz in Zürich gilt als Pionier im Bereich nachhaltiger Vermögensverwaltung.

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