Investiert bleiben, Chancen und Risiken ausbalancieren Die Märkte bewegen sich zwischen einer robusten US-Konjunktur, der erneuten Schliessung der Strasse von Hormus sowie hohen Erwartungen an die Geldpolitik und die Unternehmen. Trotz steigender Energiepreise bleiben die Inflationserwartungen gedämpft, während bei den umfangreichen KI-Investitionen zunehmend die künftige Ertragskraft in den Fokus rückt. Wir bleiben nahe an der strategischen Ausrichtung, setzen gezielte Akzente und halten an breiter Diversifikation sowie konsequentem Risikomanagement fest. Die amerikanische Konjunktur erweist sich dieses Jahr weiterhin als robust. So ist die US-Arbeitslosenrate im Juni wieder gefallen und liegt mit 4,2 % auf einem historisch tiefen Niveau, was den Privatkonsum unterstützt. In der Eurozone hingegen ist der Konsum weniger stark, was auch mit der recht schwachen Konsumentenstimmung zusammenhängt. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone profitiert zwar von der deutschen Fiskalexpansion, zeigt sich aber aufgrund der höheren Energieabhängigkeit weniger dynamisch als die US-Konjunktur. Die Wirtschaftsindikatoren der Schweiz konnten sich verbessern, was für ein stärkeres Wirtschaftswachstum als in der Eurozone spricht. China ist gespalten: Die Exporte wachsen kräftig, doch der Einzelhandel ist weniger stark als in früheren Jahren.WährungenTrotz der Unsicherheiten durch den Nahost-Konflikt blieb der Schweizer Franken bislang schwach. Dagegen profitierten der australische Dollar und die norwegische Krone von den gestiegenen Rohstoffpreisen. Euro und US-Dollar schwankten zunächst gegenüber dem Franken, erholten sich jedoch dank veränderter Zinserwartungen und der Rolle des US-Dollars als sicherer Hafen. Für den Rest des Jahres wird jedoch keine weitere Aufwertung des Euro oder des US-Dollars gegenüber dem Franken erwartet.ObligationenNachdem die US-Notenbank Fed Anfang Jahr noch Zinssenkungen erwogen hatte, stehen diese inzwischen nicht mehr zur Diskussion. Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen nach der Anhebung im Juni zuletzt unverändert belassen. Die erneute Eskalation im Iran und die damit verbundenen höheren Inflationserwartungen führten jedoch zeitweise zu steigenden Kapitalmarktzinsen, da Anleger höhere Renditen als Ausgleich für den Kaufkraftverlust forderten. In der Schweiz ist der Inflationsdruck geringer, weshalb die Zinsen weniger stark gestiegen sind. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen haben sich insgesamt jedoch kaum bewegt, da der überwiegende Teil der Emittenten weiterhin sehr solide aufgestellt ist. Wir halten weiterhin an unserem taktischen Untergewicht bei Obligationen fest. Entsprechend weisen wir mittlerweile eine kürzere Durationspositionierung im Vergleich zum Benchmark auf. TAA Ausgewogen CHFImmobilienDie Kapitalmarktaktivität (Kapitalerhöhungen und Neukotierungen) hat über den Sommer etwas nachgelassen, dürfte aber im Herbst wieder anziehen. Ängste vor steigenden Zinsen und politische Themen (z.B. Zuwanderungsthematik, Wohninitiativen in Zürich) hatten zuletzt für Unsicherheiten gesorgt. Der für den Immobilienmarkt positive Ausgang der Abstimmungen hat die Kurse jedoch kurzfristig gestützt. Längerfristig bleiben die hohe Bewertung und Zinsängste aufgrund der steigenden Inflation ein Risiko für die Anlageklasse. Die erwartete Rendite liegt nach wie vor über jener von Obligationen, während bei den Preisen gegenüber Aktien noch Aufholbedarf besteht. Aus diesen Gründen halten wir weiterhin an unserem Übergewicht fest.AktienFür Schweizer Aktien sprechen nach wie vor die hohe Qualität vieler Unternehmen, solide Bilanzen sowie die starke Position defensiver Branchen mit einer verlässlichen Gewinnentwicklung. Innerhalb des Marktes entwickelten sich zuletzt grosskapitalisierte Titel besser als Small- und Mid-Caps, da Anleger Stabilität und Qualität bevorzugen. Das aktuelle Umfeld bleibt geprägt von geopolitischen Unsicherheiten, einer verhaltenen Konjunktur sowie Erwartungen weiterer Zinserhöhungen. Small- und Mid-Caps bleiben selektiv interessant, dürften ihr Potenzial jedoch erst bei einer verbesserten Konjunktur und steigender Risikobereitschaft stärker entfalten. Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich insgesamt stabil. Robuste Unternehmensgewinne stützen die Märkte, während hohe Bewertungen – insbesondere im Technologie- und KI-Sektor – sowie das anspruchsvolle Zinsumfeld das Aufwärtspotenzial begrenzen. Vor diesem Hintergrund halten wir an einer neutralen Aktiengewichtung fest. Innerhalb der globalen Aktien bevorzugen wir unverändert US-Aktien mit geringer Volatilität, die sich im vergangenen Monat dank ihres defensiven Charakters und der höheren Gewichtung von Gesundheitstiteln als besonders widerstandsfähig erwiesen haben.RohstoffeDer Goldpreis gab im vergangenen Monat nach. Höhere reale Zinsen, eine rückläufige Inflation und anhaltende Mittelabflüsse aus Gold-ETFs belasteten die Entwicklung. Stützend wirkt hingegen die nach wie vor robuste Nachfrage der Zentralbanken. Die Rohstoffmärkte entwickelten sich insgesamt uneinheitlich: Agrarrohstoffe profitierten von wetterbedingten Angebotsrisiken und geopolitischen Spannungen, während Industriemetalle unter den schwächeren Wachstumsaussichten litten. Edelmetalle standen aufgrund des höheren Zinsniveaus unter Druck. Insgesamt bleiben Rohstoffe ein wichtiger Diversifikator im Portfolio, auch wenn kurzfristig gemischte Signale überwiegen. Vor diesem Hintergrund halten wir sowohl bei Gold als auch bei den Gesamtrohstoffen an einer neutralen Positionierung fest.PrivatmärkteDie Privatmärkte bewegen sich trotz einer graduellen Erholung weiterhin in einem anspruchsvollen Umfeld. Die Kapitalzuflüsse konzentrieren sich unverändert auf etablierte Manager mit überzeugender Erfahrung. Im Bereich Private Equity verzögern der anhaltende Exit-Stau und die anspruchsvollen Bewertungen die Erholung der Anlageklasse. Gleichzeitig verändert der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz, insbesondere im Softwaresektor, die Investmentlandschaft und erhöht die Bedeutung einer sorgfältigen Selektion attraktiver Geschäftsmodelle. Im Private Credit bleibt das Umfeld grundsätzlich attraktiv, wobei die Sorgfalt bei der Kreditprüfung weiter an Bedeutung gewinnt. Wir sind nach wie vor von der Qualität unserer Managerselektion überzeugt und halten an der bestehenden Allokation fest. Digitale VermögenswerteDie Erholung bei den digitalen Vermögenswerten setzt sich fort. Beim grössten Krypto-Asset Bitcoin zeichnet sich ab, dass seine Bodenbildungsphase weit fortgeschritten ist. Darauf deutet vor allem die für digitale Vermögenswerte typische On-Chain-Analyse hin. Aus charttechnischer Sicht gilt es nach wie vor, wichtige technische Levels zu durchbrechen. Zur Zurückhaltung mahnt aktuell noch der Optionsmarkt. Dieser zeigt, dass Derivate-Händler noch immer eher defensiv positioniert sind. Auch bleibt das makroökonomische Umfeld für Risikoanlagen wie Krypto-Assets anspruchsvoll. Vor diesem Hintergrund halten wir vorerst an unserer neutralen Gewichtung fest.TAA Plus Ausgewogen CHF Strategiemodul Plus Das Strategiemodul Plus erweitert die klassische Anlagestrategie um aufstrebende alternative Anlageklassen wie Privatmarktanlagen und Krypto-Assets. Dies verbessert das Rendite-Risiko-Profil und bietet ein einzigartiges Angebot auf dem Markt. Das Strategiemodul Plus basiert auf der strategischen und taktischen Asset-Allokation des erfahrenen Anlageausschusses, der monatlich die Finanzmärkte analysiert, Chancen identifiziert und die Allokation optimal anpasst. Zum Strategiemodul Plus Kontaktieren Sie eine Kundenberaterin oder einen Kundenberater für weitere Informationen. Jetzt kontaktieren Anlagepolitik herunterladen Wichtige rechtliche Hinweise: Diese Publikation dient ausschliesslich zu Informations- und Marketingzwecken und ist nicht auf die Herbeiführung eines Vertragsschlusses gerichtet, sondern enthält lediglich Markt- und Anlagekommentare von Maerki Baumann & Co. AG sowie eine Einschätzung zu ausgewählten Finanzinstrumenten. Somit stellt diese Publikation keine Anlageberatung oder individuell-konkrete Anlageempfehlung sowie kein Angebot für den Erwerb oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Maerki Baumann & Co. AG erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung. Im Weiteren übernimmt Maerki Baumann & Co. 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