Die globale Konjunktur zeigt sich robust, jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden. In den USA stützen starker Privatkonsum und Technologieinvestitionen das Wachstum, während sich der Arbeitsmarkt moderat abkühlt. Europa profitiert selektiv von fiskalischen Impulsen, die Schweiz von stabiler Binnenkonjunktur. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt. Hoffnungen auf ein ruhigeres Jahr 2026 haben sich früh relativiert, ohne dass dies die Finanzmärkte bislang spürbar belastet hätte.Die amerikanische Konjunktur zeigt sich in jüngster Zeit durch den vom Marktkonsens wiederum unterschätzten Privatkonsum gut gestützt. Ebenso sind die privaten Investitionen, vor allem im Technologiebereich, stark. Weniger kräftig ist jedoch das US-Beschäftigungswachstum, was für die Regierung im Hinblick auf die im November anstehenden Kongress-Zwischenwahlen wichtig werden könnte. In der Eurozone profitiert die Wirtschaft der südeuropäischen Staaten immer noch von den sogenannten «Next Generation EU»-Hilfsgeldern. Deutschland zeigt konjunkturell nach längerer Stagnation dank den Vorlaufindikatoren positivere Signale. Die Schweizer Wirtschaft verfügt zurzeit über eine stabile inländische Nachfrage dank Stärke bei der Baukonjunktur und dem Privatkonsum.WährungenNach einer im letzten Jahr ausgeprägten Korrektur der US-Währung könnte diese bald mehr zweiseitige Schwankungen aufweisen. Zum einen erscheinen amerikanische Aktien oder indirekt der US-Dollar nach den deutlichen Avancen bei vielen globalen Investoren durch ihre Wertsteigerung fast überrepräsentiert. Zum anderen aber zeigt sich die US-Wirtschaft im Wachstum stärker als die Konjunktur anderer Länder. Negativ auf den US-Dollar könnte sich die nicht einfacher werdende Finanzierung des hohen US-Leistungsbilanzdefizits auswirken. Positiv für die amerikanische Währung wäre es hingegen, wenn es weniger als die derzeit vom Marktkonsens erwarteten US-Zinssenkungen im Verlauf von 2026 geben würde. Für den Schweizer Franken bleibt die Tatsache, dass die Schweiz die niedrigste Inflation aller OECD-Länder aufweist, ein unterstützender Faktor.ObligationenDie Zinsen für Schweizer Staatsanleihen befinden sich auf einem mehrjährigen Tiefstand. Die Leitzinsen liegen aktuell bei 0 % und werden voraussichtlich auch dort bleiben. Auch die Europäische Zentralbank wird die Leitzinsen in absehbarer Zeit vermutlich unverändert belassen. In den USA haben die Marktteilnehmer bereits zwei weitere Zinssenkungen für das Jahr 2026 eingepreist. Entsprechend gering ist das Potenzial für weiter sinkende Zinsen, und die Renditeaussichten am Obligationenmarkt bleiben begrenzt. Die Kredit-Spreads liegen nahe ihrem historischen Tiefstand. Entsprechend behalten wir unsere Untergewichtung in Anleihen sowie unsere leicht längere bis neutrale Durationspositionierung bei.TAA Ausgewogen CHFImmobilienDer Schweizer Immobilienfondsindex (SWIIT) hat erneut einen Höchststand erreicht. Die positive Stimmung für Schweizer Immobilienanlagen hält weiterhin an, was sich in den vielen bereits für das Jahr 2026 angekündigten Kapitalerhöhungen zeigt. Niedrige Zinsen, eine hohe Zuwanderung und eine zu geringe Bautätigkeit sind nach wie vor die fundamentalen Treiber dieses Trends. Die Nachfrage nach indirekten Immobilienanlagen dürfte robust bleiben. Schweizer Immobilienfonds sind nach wie vor attraktiver als Obligationen und weniger volatil als Aktien. Deshalb halten wir an der Übergewichtung fest.AktienDie Aktienmärkte blenden geopolitische Unruhen weiterhin aus. Entsprechend entwickelten sich sowohl Schweizer als auch globale Aktien im laufenden Jahr positiv, gemessen am SPI bzw. am MSCI World All Country. Zu den Ersten, die ihre Jahreszahlen präsentierten, gehörten wie gewohnt die grossen US-amerikanischen Banken. Dank starkem Handel, Investment Banking und belebtem Kreditgeschäft wiesen sie rekordhohe Umsätze und Gewinne aus. Trotz dieser robusten Ergebnisse enttäuschten einzelne Zahlen und Ausblicke punktuell, was an den Märkten kurzfristig zu Kursverlusten führte. Wir bleiben bei einer neutralen Aktienquote, justieren jedoch innerhalb dieses Segments. So reduzieren wir das Gewicht bei Substanzaktien um die Hälfte und investieren die Erlöse in globale Industrieaktien. Substanzaktien haben sich in den letzten zwölf Monaten positiv entwickelt und dabei einen Mehrwert geschaffen. Mit dieser Transaktion realisieren wir teilweise Gewinne. Der Industriesektor profitiert derzeit von mehreren langfristigen Investitionstrends: Reindustrialisierung, Automatisierung sowie umfangreiche Infrastruktur- und Verteidigungsausgabenprogramme führen zu einer strukturell steigenden Investitionsnachfrage.RohstoffeDas neue Jahr startete ähnlich, wie das vergangene endete: Edelmetalle legten stark zu und liegen bereits knapp 10 % über dem Stand von Ende Dezember. Industriemetalle sind mit rund 6 % ebenfalls deutlich im Plus. Der Landwirtschaftssektor verlor hingegen leicht, insbesondere Kakao gab deutlich nach. Der Energiesektor entwickelte sich leicht positiv, hatte angesichts der Entwicklungen in Venezuela und Iran jedoch eine grössere Volatilität als sonst. Die neutrale Gewichtung der Gesamtrohstoffe bleibt unverändert. Gold konnte nicht ganz mit den anderen Edelmetallen Schritt halten, entwickelte sich mit einer positiven Rendite von über 14 % aber ebenfalls sehr erfolgreich. Trotz der aktuell eher überkauften Marktsituation bleibt ein Übergewicht in Gold gerechtfertigt.PrivatmärkteObwohl die Anlageklasse Private Markets 2025 mit Gegenwind zu kämpfen hatte, konnte sie Resilienz zeigen und sich gegen Ende des Jahres sogar leicht erholen. Geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten werden auch zukünftig eine Herausforderung darstellen. Dennoch wird eine anhaltende Besserung der Transaktionsaktivitäten erwartet. Die Marktstimmung für das Jahr 2026 bleibt vorsichtig positiv und deutet auf eine kontinuierliche Erholung hin. Mit unserer Privatmarkt-Strategie sind wir aktuell gut aufgestellt und werden an der breiten Diversifizierung festhalten.Digitale VermögenswerteDer Neujahrsaufschwung an den Kryptomärkten hat bereits wieder nachgelassen, da es Bitcoin nicht gelungen ist, wichtige Widerstandsgrenzen zu durchbrechen. Auffallend ist, dass das Krypto-Asset aktuell vor allem auf geopolitische Negativnachrichten mit Verkaufsdruck reagiert, bei positiven Nachrichten allerdings kaum im Preis steigt. Was die Angebotsseite betrifft, so bleibt ein beachtlicher Angebotsüberhang bestehen. Auf der Nachfrageseite halten sich Ab- und Zuflüsse bei den Bitcoin-ETFs aktuell die Waage. Einzig der bedeutende Bitcoin-Käufer Strategy scheint aktuell wieder mehr Kapital für Bitcoin-Käufe aufnehmen zu können. Nachfrageseitig kann aber noch nicht von einer Trendwende gesprochen werden. Wir halten an unserer neutralen Positionierung fest.TAA Plus Ausgewogen CHF Strategiemodul Plus Das Strategiemodul Plus erweitert die klassische Anlagestrategie um aufstrebende alternative Anlageklassen wie Privatmarktanlagen und Krypto-Assets. Dies verbessert das Rendite-Risiko-Profil und eröffnet ein einzigartiges Angebot auf dem Markt. Das Strategiemodul Plus basiert auf der strategischen und taktischen Asset-Allokation des erfahrenen Anlageausschusses, der monatlich die Finanzmärkte analysiert, Chancen identifiziert und die Allokation optimal anpasst. Zum Strategiemodul Plus Kontaktieren Sie eine Kundenberaterin oder einen Kundenberater für weitere Informationen. Jetzt kontaktieren Anlagepolitik herunterladen Wichtige rechtliche Hinweise: Diese Publikation dient ausschliesslich zu Informations- und Marketingzwecken und ist nicht auf die Herbeiführung eines Vertragsschlusses gerichtet, sondern enthält lediglich Markt- und Anlagekommentare von Maerki Baumann & Co. AG sowie eine Einschätzung zu ausgewählten Finanzinstrumenten. Somit stellt diese Publikation keine Anlageberatung oder individuell-konkrete Anlageempfehlung sowie kein Angebot für den Erwerb oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Maerki Baumann & Co. AG erbringt keine Rechts- oder Steuerberatung. Im Weiteren übernimmt Maerki Baumann & Co. 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